Das Sortiment im Überblick
Kopierpapier ist nicht gleich Kopierpapier. Die Unterschiede liegen in vier Punkten: Format, Grammatur, Fasertyp und Weisse. Wer diese Angaben auf der Verpackung lesen kann, findet schnell das passende Papier – und vermeidet Papierstaus, durchscheinende Rückseiten oder blasse Farbdrucke.
Für die meisten Geräte im Büro und im Lehrerzimmer ist A4 mit 80 g/m² die richtige Wahl. A3 brauchen Sie für Pläne, Plakate, vergrösserte Arbeitsblätter und Tabellen, sofern Ihr Kopierer dieses Format verarbeitet. Wenn Sie vor allem den Preis pro Blatt im Blick haben, lohnt sich der Ratgeber Kopierpapier günstig kaufen mit konkreten Spartipps. Diese Seite konzentriert sich auf die Auswahl: Welches Papier passt zu welchem Zweck?
Grammatur und Format richtig wählen
Die Grammatur gibt das Gewicht eines Quadratmeters Papier an und sagt viel über Stärke und Opazität aus:
| Grammatur | Eigenschaften | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 75 g/m² | leicht, etwas durchscheinend | Entwürfe, interne Kopien in grosser Menge |
| 80 g/m² | Standard, läuft in praktisch jedem Gerät | Arbeitsblätter, Korrespondenz, Ausdrucke |
| 90–100 g/m² | griffiger, weniger Durchscheinen | Briefe, Offerten, beidseitige Drucke |
Schwerere Papiere ab 120 g/m² gehören eher zu den Spezialpapieren und laufen nicht in jedem Kopierer über die normale Kassette. Prüfen Sie im Handbuch Ihres Geräts, bis zu welcher Grammatur es ausgelegt ist. Hintergründe zur Einheit g/m² erklärt der Ratgeber Papiergewicht und Grammatur, die Masse der A-Reihe finden Sie unter Papierformate von A0 bis A6.
Ein Praxistipp aus dem Schulalltag: Für Arbeitsblätter, die beidseitig kopiert werden, lohnt sich manchmal ein Schritt von 80 auf 90 g/m². Die Rückseite scheint weniger durch, und die Blätter überstehen auch das Einkleben ins Heft besser.
Recyclingpapier oder Frischfaser, und wie weiss soll es sein?
Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt, Frischfaserpapier aus neuem Zellstoff. Beide Sorten sind heute für Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und Kopierer geeignet. Der sichtbarste Unterschied ist die Weisse. Sie wird häufig als CIE-Wert angegeben: Je höher die Zahl, desto heller wirkt das Papier.
- Recyclingpapier naturweiss oder grau – für Entwürfe, interne Unterlagen und Arbeitsblätter. Schont Ressourcen und reicht für Text und Schwarz-Weiss-Grafik vollkommen aus.
- Recyclingpapier hochweiss – sieht beinahe aus wie Frischfaser und ist ein guter Allrounder für Büros, die auf Recycling setzen möchten.
- Frischfaser- oder Premiumpapier – mit hoher Weisse und glatter Oberfläche für Farbdrucke, Offerten, Zertifikate und Bewerbungen.
Umweltzeichen wie der Blaue Engel oder FSC helfen bei der Einordnung, sagen aber nichts über die Druckqualität aus. Achten Sie für Akten, die lange aufbewahrt werden, zusätzlich auf den Hinweis «alterungsbeständig». Farbiges Kopierpapier ist ebenfalls meist als Recycling- oder Frischfaserpapier erhältlich – Pastelltöne lassen sich gut bedrucken, kräftige Farben eignen sich eher für kurze Aushänge. Ausführlich vergleicht der Ratgeber Recyclingpapier oder Frischfaser? die beiden Sorten.
Ries oder Karton: Packungseinheiten und Vorrat
Kopierpapier wird in Ries verpackt. Ein Ries enthält 500 Blatt, mehrere Ries werden zu einem Karton zusammengefasst, häufig sind es fünf. Für ein kleines Büro oder ein Atelier reichen einzelne Ries, im Schulhaus mit mehreren Kopierern ist der Karton die praktischere Einheit.
So planen Sie den Vorrat sinnvoll:
- Verbrauch schätzen: Zählen Sie über einen Monat, wie viele Ries tatsächlich gebraucht werden, und planen Sie mit dieser Zahl statt mit dem Bauchgefühl.
- Sorten begrenzen: Zwei Sorten genügen meist – ein Alltagspapier und ein hochwertiges Papier für repräsentative Drucke.
- Richtig lagern: Papier liegend, trocken und in der Originalverpackung aufbewahren, nicht neben dem Heizkörper oder im feuchten Keller. Angebrochene Ries wieder verschliessen.
- Vor dem Einlegen auffächern: Kurz durchblättern löst aneinanderhaftende Blätter und beugt Doppeleinzügen vor.
Bewährt hat sich ein fester Platz für den Vorrat und eine Mindestmenge, bei der nachbestellt wird – etwa wenn nur noch ein Karton im Regal steht. So fehlt das Papier nie ausgerechnet vor dem Elternabend oder dem Quartalsabschluss.
Für Schulen, Büros und Ateliers
Im Schulhaus zählt vor allem Zuverlässigkeit: Das Papier muss in grossen Mengen störungsfrei durch den Kopierer laufen, bevor die Lektion beginnt. Im Büro kommt der Eindruck hinzu, den ein Brief oder eine Offerte hinterlässt. In Ateliers und bei Kursanbietern wird Kopierpapier oft für Entwürfe, Vorlagen und Teilnehmerunterlagen verwendet.
Wer neben Kopierpapier auch Fotopapier, Karton, Couverts oder Etiketten braucht, findet das ganze Sortiment unter Papier und Etiketten. Passende Toner und Tinten für Ihre Drucker gibt es unter Druckerzubehör. Hinter dem Materialkollektiv stehen Menschen aus Gestaltung und Unterricht – jede Bestellung wird persönlich geprüft und vor dem Versand bestätigt.


