Grammatur und Oberfläche: Welches Papier wofür?
Die Grammatur gibt an, wie viel ein Quadratmeter Papier wiegt. Sie ist der wichtigste Anhaltspunkt für Stärke und Einsatzzweck:
| Grammatur | Typischer Einsatz |
|---|---|
| 70–80 g/m² | Kopien, interne Dokumente, Arbeitsblätter in grosser Menge |
| 90–100 g/m² | Briefe, Offerten, beidseitiger Druck mit weniger Durchscheinen |
| 120–160 g/m² | Präsentationen, Deckblätter, Flyer |
| 200–300 g/m² | Karten, Einladungen, Umschläge für Dossiers |
Prüfen Sie vor dem Kauf von schwerem Papier, bis zu welcher Grammatur Ihr Drucker ausgelegt ist – diese Angabe finden Sie im Handbuch. Viele Bürodrucker verarbeiten schwere Papiere nur über den manuellen Einzug. Neben der Grammatur entscheidet die Oberfläche: Für Tintenstrahldrucker sind glatte, leicht beschichtete Papiere vorteilhaft, für Laserdrucker zählt vor allem eine gleichmässige Feuchtigkeit und Hitzebeständigkeit. Mehr dazu erklärt der Ratgeber Papiergewicht und Grammatur.
Recyclingpapier, Frischfaser und Weisse
Recyclingpapier hat sich in Büros und Schulen längst bewährt. Moderne Recyclingpapiere laufen in Kopierern und Druckern ebenso zuverlässig wie Frischfaserpapier und sind in verschiedenen Weissegraden erhältlich – von naturgrau bis hochweiss. Für Dokumente, die lange archiviert werden müssen, achten Sie auf die Angabe «alterungsbeständig».
Frischfaserpapier wirkt meist heller und eignet sich für repräsentative Drucke, Fotos und farbintensive Präsentationen. Eine sinnvolle Aufteilung für viele Büros: Recyclingpapier für den Alltag, ein kleiner Vorrat Frischfaserpapier für Offerten, Zertifikate und Aushänge. Die Vor- und Nachteile beider Sorten vergleicht der Ratgeber Recyclingpapier oder Frischfaser?.
Lagern Sie Papier liegend, in der Originalverpackung und nicht direkt neben Heizkörpern. Papier, das Feuchtigkeit aufgenommen hat, wellt sich und ist eine häufige Ursache für Papierstaus.
Etiketten drucken ohne Frust
Etikettenbogen sind praktisch, sorgen aber regelmässig für Ärger, wenn der Druck um einige Millimeter verrutscht. Diese Tipps helfen:
- Passende Drucktechnik wählen. Laser-Etiketten sind hitzebeständig, Inkjet-Etiketten nehmen Tinte besser auf. Universal-Etiketten funktionieren in beiden Geräten, sind aber nicht für jede Anwendung optimal.
- Vorlage mit Artikelnummer verwenden. Die meisten Textverarbeitungsprogramme enthalten Vorlagen für gängige Etikettenformate. Wählen Sie das Format exakt nach den Massen auf der Verpackung.
- Probedruck auf Normalpapier. Drucken Sie zuerst auf ein gewöhnliches Blatt und legen Sie es gegen das Licht über einen Etikettenbogen. So sehen Sie Verschiebungen, bevor ein Bogen verloren ist.
- Bogen nur einmal bedrucken. Angebrochene Bogen können sich in der Fixiereinheit eines Laserdruckers lösen.
Weitere Lösungen für typische Probleme finden Sie im Ratgeber Etiketten drucken ohne Frust.
Spezialpapiere: Fotopapier, Farbpapier und Karton
Für Drucke, die auffallen sollen, lohnt sich ein Blick über das Kopierpapier hinaus:
Fotopapier
Fotopapier gibt es glänzend, seidenmatt und matt. Glänzende Oberflächen bringen Farben am stärksten zur Geltung, zeigen aber Fingerabdrücke und spiegeln unter Kunstlicht. Seidenmatt ist ein guter Kompromiss für Ausstellungen im Schulhaus oder Porträts. Mattes Fotopapier eignet sich für Drucke, die beschriftet oder hinter Glas gerahmt werden. Wichtig: Fotopapier ist fast immer für Tintenstrahldrucker gedacht. Im Laserdrucker kann die Beschichtung schmelzen. Mehr dazu im Ratgeber Fotopapier: matt, seidenmatt oder glänzend?.
Farbiges Papier
Farbiges Kopierpapier hilft beim Ordnen: Elternbriefe auf Gelb, Prüfungen auf Weiss, Lösungsblätter auf Grün. Pastelltöne lassen sich gut bedrucken und kopieren, intensive Farben eignen sich eher für Aushänge mit kurzem Text in grosser Schrift.
Karton für Drucker
Bedruckbarer Karton bis etwa 250 g/m² eignet sich für Tischkarten, Namensschilder und Deckblätter. Legen Sie ihn einzeln über den manuellen Einzug ein, damit er gerade durch das Gerät läuft.
Couverts und Formate
Die Papierformate der A-Reihe bauen aufeinander auf: Ein A4-Blatt ist halb so gross wie A3 und doppelt so gross wie A5. Die passenden Couverts gehören zur C-Reihe:
- C4 für ungefaltete A4-Dokumente, etwa Zeugnisse oder Bewerbungen,
- C5 für einmal gefaltete A4-Blätter,
- C6/5 und C6 für zweimal gefaltete Briefe und Karten.
In der Schweiz liegt das Adressfenster bei Geschäftsbriefen üblicherweise rechts. Achten Sie beim Bestellen darauf, dass Fensterposition und Briefvorlage zusammenpassen, sonst erscheint die Adresse nicht vollständig im Fenster.
Unser Papier- und Etikettensortiment richtet sich an Büros, Schulsekretariate, Vereine und Ateliers. Für Mal- und Zeichenpapiere finden Sie eine eigene Seite zu Zeichenmaterial und Zeichenpapier. Jede Bestellung wird persönlich geprüft und vor dem Versand bestätigt.


