Farbstift ist nicht gleich Farbstift
Farbstifte unterscheiden sich vor allem in der Mine. Schulfarbstifte haben eine eher feste Mine, die beim Spitzen und bei hohem Druck weniger bricht. Künstlerfarbstifte enthalten mehr Pigment, lassen sich weicher schichten und mischen und sind oft besser lichtbeständig – wichtig, wenn Arbeiten ausgestellt oder verkauft werden.
Daneben gibt es zwei Gruppen mit besonderen Eigenschaften:
- Aquarellstifte: wasserlösliche Minen, die sich trocken wie Farbstifte verhalten und mit einem nassen Pinsel zu lasierenden Flächen werden.
- Pastellstifte: trockene, kreidige Minen, die sich gut verwischen lassen und zu den Zeichenmedien gehören.
Bei Caran d'Ache und Faber-Castell gibt es jeweils Linien für Schule und Kunst. Die Unterschiede zwischen den Sorten erklärt der Ratgeber Farbstifte, Aquarellstifte, Pastellstifte ausführlich.
Filzstifte: Spitze, Tinte, Einsatz
Bei Filzstiften – auch Fasermaler genannt – lohnt ein Blick auf drei Punkte:
| Merkmal | Varianten | Tipp |
|---|---|---|
| Spitze | fein, mittel, dick, Keil, Pinsel | Feine Spitzen für Details, dicke Spitzen für Flächen und Plakate |
| Tinte | wasserbasiert, permanent | Im Unterricht wasserbasiert, permanent nur für Beschriftungen auf glatten Flächen |
| Kappe | Steck- oder Schraubkappe, teils mit Belüftung | Gut schliessende Kappen verhindern das Austrocknen |
Stabilo und Pentel bieten Fasermaler und Pinselstifte in vielen Farben an, die sich für Zeichnen, Mindmaps und Lettering gleichermassen eignen. Für Schriftgestaltung finden Sie spezialisierte Stifte auf der Seite Kalligrafie- und Lettering-Bedarf.
Für Plakate und Gruppenarbeiten lohnen sich zusätzlich einige dicke Marker pro Klasse. Sie decken Flächen schneller und bleiben auch aus Distanz gut lesbar.
Auswahlhilfe für die Schule
Für Lehrpersonen und Eltern stellt sich jedes Jahr die Frage nach dem richtigen Etui. Einige Erfahrungswerte aus dem Unterricht:
- Unterstufe: dicke Farbstifte mit bruchfester Mine und dreieckigem Schaft erleichtern die Stifthaltung. Filzstifte auswaschbar wählen.
- Mittelstufe: ein Etui mit 12 bis 24 Farben genügt. Mehr Farben bringen wenig, wenn das Mischen durch Schichten noch nicht geübt ist.
- Sekundarschule: hochwertigere Farbstifte lohnen sich für Illustration und Gestaltung im BG. Ein Satz Aquarellstifte als Klassenmaterial öffnet neue Möglichkeiten.
Tipp: Bestellen Sie oft gebrauchte Farben wie Weiss, Schwarz, Hautfarbtöne und Hellblau zusätzlich als Einzelstifte nach. So bleiben die Etuis vollständig. Hinweise für Linkshänderinnen und Linkshänder sowie zur Planung von Klassensätzen finden Sie in den Ratgebern Schulmaterial für Linkshänder und Klassensätze richtig planen.
Spitzen, aufbewahren, nachkaufen
Farbstifte und Filzstifte halten deutlich länger, wenn man ein paar einfache Dinge beachtet:
- Richtig spitzen: Ein scharfer Spitzer mit passender Öffnung schont die Mine. Dicke Stifte brauchen einen Spitzer mit grosser Öffnung – wer sie im normalen Spitzer zwängt, bricht die Mine.
- Nicht fallen lassen: Farbstiftminen können im Holz brechen, ohne dass man es sieht. Beim Spitzen bricht dann Stück für Stück ab. Etuis mit Einzelfächern schützen besser als lose Becher.
- Filzstifte liegend lagern: Doppelseitige Stifte und Pinselstifte waagrecht aufbewahren, damit sich die Tinte gleichmässig verteilt.
- Kappen konsequent schliessen: Im Unterricht hilft die Regel, dass ein Stift nur ohne Kappe auf dem Tisch liegt, solange er in der Hand ist.
Für Klassen bewährt sich eine Kontrolle zu Semesterbeginn: Ausgetrocknete Filzstifte werden ersetzt, Farbstifte auf Länge geprüft. Kurze Stifte lassen sich mit einem Bleistiftverlängerer noch lange nutzen. Einzelstifte nachzukaufen ist dabei fast immer sinnvoller, als ein ganzes neues Set anzuschaffen, nur weil drei Farben fehlen. Notieren Sie sich deshalb die Bezeichnung und Farbnummer der Serie, mit der Ihre Klasse arbeitet – so passen nachgekaufte Stifte auch farblich zum vorhandenen Bestand.
Techniken, die sich mit Stiften lohnen
Wer mehr aus Farbstiften herausholen will, übt am besten diese drei Techniken:
- Schichten statt drücken: Mehrere leichte Farbschichten übereinander ergeben satte, gemischte Töne. Zu viel Druck am Anfang verschliesst das Papier.
- Helle Farbe zum Verbinden: Ein heller Stift oder Weiss über die Schichten gezogen, glättet die Oberfläche und verbindet die Töne.
- Aquarellstifte gezielt anlösen: Nur dort Wasser einsetzen, wo Flächen entstehen sollen. Linien bleiben stehen, wenn Sie sie erst nach dem Trocknen setzen.
Für Farbstifte eignet sich ein glattes bis leicht strukturiertes Zeichenpapier, für Aquarellstifte ein Papier, das Wasser verträgt. Passende Grundlagen finden Sie unter Zeichenmaterial.
Jede Bestellung wird persönlich geprüft und vor dem Versand bestätigt.



